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REGELÄNDERUNG FÜR DIE BEWERBE DER ÖSTERREICHISCHEN
BASKETBALL BUNDESLIGA FÜR 2003/2004
1.) Die Sprungkreise bei den
Freiwurflinien bleiben
in der ÖBL,
wie sie bisher waren, erhalten.
2.)
Art. 39 der
FIBA-Regeln "24-Sekunden"
wird im Punkte 39.2.3
nur für die Bundesliga
für das Spieljahr
2003/2004 abgeändert. Der Text in den FIBA Regeln lautet: "Wenn das
Signal der 24-Sekun-denanlage irrtümlich ertönt, während KEINE
Mannschaft Ballkontrolle hat, entsteht eine Sprungballsituation"
wird abgeändert in: "Wenn das Signal der 24-Sekundenanlage
irrtümlich ertönt, unabhängig davon, ob eine oder keine Mannschaft
Ballkontrolle hat, wird das Signal nicht beachtet und das Spiel
läuft weiter."
Beispiel A:
Team A wirft nach 21 Sekunden, der Ball springt vom
Ring wieder hoch (jetzt hat kein Team Ballkontrolle) und jetzt
ertönt fälschlich das 24-Sek.-Signal, weil die 24Sek.-Uhr beim
Kontakt am Ring nicht gestoppt wurde..
Regelung in der ÖBL:
Es wird weitergespielt. (Kein
Sprungball).
Beispiel B:
Team A wirft nach 19 Sekunden, der Ball springt vom
Ring wieder hoch, ein Spieler fängt den Rebound (jetzt hat sein Team
Ballkontrolle) und wenige Augenblicke später ertönt fälschlich das
24-Sek.-Signal, weil die 24-Sek.-Uhr beim Kontakt des Balles am Ring
nicht gestoppt wurde, bzw. beim Fangen des Balles nicht zur neuen
24-Sek.-Periode in Gang gesetzt wurde.
Regelung in der ÖBL:
Es wird
weitergespielt. (Kein Sprungball).
Basketball
Regeln 2000
Zusammenfassung der Änderungen: K.Preller
Einführung
Die
Popularität des Basketballspiels steigt nach wie vor auf der ganzen
Welt. Dieser kontinuierliche Erfolg macht es erforderlich, den
Reiz und die Attraktivität des Spiels anhand der Spielregeln sicherzustellen.
Andererseits hat die Welt-Technische Kommission der FIBA die Pflicht,
dafür zu sorgen, dass die Regeln keiner Mannschaft einen unfairen
Vorteil einräumen. Um diese Zielsetzungen weiterhin sicherzustellen,
hat die FIBA für die ab dem Jahr 2000 gültigen Regeln einige mehr
oder weniger gravierende Änderungen beschlossen.
A.
In einigen Regeln wurden aufgrund gemachter Erfahrungen neue
Elemente eingeführt, die das Angriffsspiel beleben und das Basketballspiel
attraktiver machen sollen.
B.
Einige im normalen Basketballspiel untypische und selten vorkommende
Situationen und Regelungen sind gestrichen worden.
C.
Der Aufbau und die Reihenfolge der Artikel wurden geringfügig
geändert.
D.
Viele Regeltexte wurden redaktionell überarbeitet, um die Regeln
klarer und besser lesbar darzustellen. Ausnahmen und Querverweise
wurden stark reduziert.
E.
Der neu aufgenommene Anhang "Technische Ausrüstung" soll die
Erbauer von Sporthallen, Hersteller von Basketballartikeln und
Ausrichter von Veranstaltungen unterstützen. Er dient auch als
Grundlage für Zulassungs-Richtlinien der FIBA und der nationalen
Verbände sowie zur Anpassung vorhandener oder Erstellung neuer
internationaler Standards.
Zusammenfassung
der Regeländerungen
Die
DBB - Arbeitsgruppe "Regeln" hat das neue Regelheft 2000 unter
dem Aspekt untersucht heraus zu finden, in welchen Artikeln nennenwerte
Änderungen vorgenommen wurden.
Sinn
und Zweck dieser Ausführungen soll es sein, die wesentlichen Änderungen
der Regeln 2000 einem breiten Publikum vorzustellen. Dabei werden
die Artikel, in denen gravierende Änderungen vorgenommen wurden,
in der aufsteigenden Nummernfolge aufgeführt.
Art.
3 Ausrüstung
Der
Text wurde im Umfang auf die Erfordernisse der Mannschaften, Schiedsrichter
und Kampfrichter vereinfacht und gekürzt.
Jede
Anzeigetafel sollte mindestens über folgende Anzeigemöglichkeiten
verfügen:
- Spielzeit.
- Spielstand.
- Aktuelle
Spielperiode.
- Anzahl
der angerechneten Auszeiten.
Die
24-Sekunden-Anlagen sind weltweit unterschiedlich
hinsichtlich Qualität, Positionierung und Anzahl der Anzeigegeräte.
Die Regeln schreiben nun für die Aufstellung folgende drei
Möglichkeiten vor:
1.
Je ein Anzeigegerät oberhalb und hinter
jedem Spielbrett.
2.
Vier Anzeigegeräte auf dem Boden hinter
den Endlinien, je eines in jeder Ecke des Spielfeldes.
3.
Zwei Anzeigegeräte auf dem Boden hinter
den Endlinien, in diagonal gegenüber liegenden Ecken des Spielfeldes.
Das Gerät zur Linken des Anschreibertisches ist dabei
am nächsten zum Anschreibertisch zu platzieren, mindesten zwei
Meter von den Seitenlinien entfernt.
Art.
4 Schiedsrichter, Kampfrichter und Kommissar
Die
Drei-Schiedsrichter-Technik wird eingeführt:
Die jeweilige Gliederung der FIBA, wie die Zonen-Kommission oder
der nationale Verband, haben die Befugnis, die Drei-Schiedsrichter-Technik
anzuwenden. Mit der Möglichkeit, einen dritten Schiedsrichter
auf dem Feld einzuführen, könnte die Fähigkeit des Schiedsrichter
- Teams gestärkt werden, Fairness und Spielkontrolle zu gewährleisten.
Viele
Experten sind der Meinung, dass das Spiel durch den Einsatz von
drei Schiedsrichtern profitieren wird.
Die
FIBA erwägt, dieses System bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften
anzuwenden.
Die
Drei-Schiedsrichter-Technik der NCAA wird übernommen. Sie wird
neuer Bestandteil des Schiedsrichter-Handbuches.
Art.
5 Pflichten und Rechte des 1. Schiedsrichters
Der
1. Schiedsrichter trifft die endgültige Entscheidung, wenn immer
es notwendig ist, oder die Schiedsrichter unterschiedlicher Meinung
sind. Vor seiner endgültigen Entscheidung kann er sich mit dem
2. Schiedsrichter, dem Kommissar und/oder den Kampfrichtern beraten.
Dies
gilt grundsätzlich für das gesamte Spiel. Deshalb sind spezielle
Beispiele nicht mehr im Regelheft enthalten.
Art.
9 Pflichten des Anschreibers und des Anschreiber-Assistenten
Folgende
Situation wurde gestrichen, da sie untypisch ist und nur sehr
selten in einem Basketballspiel vorkommt: Ein Spieler bleibt auf
dem Feld oder kehrt wieder zurück, um am Spiel weiterhin teilzunehmen,
obwohl er sein 5. Foul begangen hat.
Art.
11 Pflichten des 24-Sekunden-Zeitnehmers
Die
24-Sekunden-Anlage wird vom 24-Sekunden-Zeitnehmer wie folgt bedient:
Sie
wird in Gang oder wieder in Gang gesetzt, sobald
ein Spieler auf dem Spielfeld die Kontrolle über einen belebten
Ball erlangt.
Sie
wird gestoppt und auf 24 Sekunden zurückgestellt, und
es darf keine Anzeige auf den Anzeigegeräten sichtbar sein, sobald
- ein
Schiedsrichter wegen eines Fouls, Sprungballs oder einer Regelübertretung
pfeift, ausgenommen bei einem Ausball, wenn die Mannschaft,
die zuvor Ballkontrolle hatte, den Einwurf zugesprochen bekommt.
- der
Ball bei einem Feldkorbversuch in den Korb geht.
- der
Ball bei einem Feldkorbversuch den Ring berührt.
- das
Spiel aufgrund einer oder mehrerer Aktionen durch Gegenspieler
der Ball kontrollierenden Mannschaft unterbrochen wurde.
Sie
wird auf 24 Sekunden zurückgestellt und wieder in Gang
gesetzt, sobald die gegnerische Mannschaft auf dem
Spielfeld Ballkontrolle eines belebten Balles erlangt.
Die
24-Sekunden-Anlage wird gestoppt, aber nicht auf 24 Sekunden
zurückgestellt, wenn dieselbe Mannschaft, die vorher Ballkontrolle
hatte, einen Einwurf aus folgenden Gründen zugesprochen bekommt:
- Der
Ball ist ins Aus gegangen.
- Nach
einem Doppelfoul.
- Das
Spiel ist aus Gründen unterbrochen, die die Ball kontrollierende
Mannschaft zu verantworten hat.
Sie
wird gestoppt, und es darf keine Anzeige auf den Anzeigegeräten
sichtbar sein, wenn eine Mannschaft Ballkontrolle erlangt und
die Spieluhr eine Restspielzeit von weniger als 24 Sekunden in
dieser Spielperiode oder Verlängerung anzeigt.
Art.
12 Mannschaften
Die
Einsatz- und die Spielberechtigung für Mannschaftsmitglieder sind
neu definiert worden:
Die
Einsatzberechtigung ist die Erlaubnis für eine Mannschaft
spielen zu dürfen, wie es in den Regularien des Veranstalters
eines Wettbewerbs festgelegt ist. Dies schließt die Altersgrenzen
mit ein.
Ein
Mannschaftsmitglied ist spielberechtigt, wenn es vor dem
Spielbeginn auf dem Anschreibebogen eingetragen worden ist und
solange es weder disqualifiziert worden ist noch fünf Fouls begangen
hat.
Art.
14 Verletzung eines Spielers
Ein
Spieler, der vom Trainer bezeichnet wurde, das Spiel zu beginnen,
kann im Falle einer Verletzung ersetzt werden vorausgesetzt, dass
der 1. Schiedsrichter von der Echtheit der Verletzung überzeugt
ist. Neue Regelung: In diesem Fall darf auch die gegnerische
Mannschaft einen Spieler ersetzen, falls sie dies wünscht.
Art.
16 Pflichten und Rechte des Trainers
Der
Trainer oder der Trainer-Assistent sind die einzigen Vertreter
der Mannschaft, die während des Spiels Verbindung mit den
Kampfrichtern aufnehmen dürfen. Das bedeutet, dass kein Mannschaftsbegleiter
(auch nicht der Präsident des Clubs) statistische Informationen
von den Kampfrichtern erfragen darf.
Entweder
der Trainer oder der Trainer-Assistent, dessen Name
auf dem Anschreibebogen eingetragen ist, jedoch nicht beide
gleichzeitig, darf während des Spiels stehen. Dies betrifft
auch einen Kapitän, der den Trainer, aus welchem
Grund auch immer, ersetzt. Der Trainer-Assistent ist jetzt berechtigt,
während des Spiels zu stehen. Wichtig ist, dass nur eine Person
steht.
Art.
17 Spielzeit, Punktgleichheit und Verlängerungen
Das
Spiel besteht aus vier Spielperioden zu je zehn Minuten.
Zwischen der ersten und zweiten Spielperiode sowie zwischen der
dritten und vierten Spielperiode und vor jeder Verlängerung beträgt
die Pause zwei Minuten. Die Halbzeitpause beträgt jetzt
immer 15 Minuten.
Art.
18 Spielbeginn
Die
Wahl der Körbe und der Mannschaftsbänke ist in diesen Artikel
integriert worden.
Das
Spiel beginnt offiziell mit einem Sprungball im Mittelkreis,
wenn der Ball von einem Springer legal getippt wird. Dies
ist auch das Ende für die vorausgegangene Spielpause. Diese Klarstellung
wird die Anzahl unterschiedlicher Situationen zu Beginn eines
Spiels und während eines Sprungballs reduzieren.
Art.
19 Zustand des Balles
Während
eines Sprungballs wird der Ball belebt, wenn er von einem Springer
legal getippt wird.
Art.
21 Sprungball
Auf
folgende Punkte wird aufmerksam gemacht:
1.
Nur noch bei einem Doppelfoul mit Sprungballentscheidung
sowie bei einem Halteball sind die beiden Springer festgelegt.
2.
In allen anderen Fällen sind die Springer nicht festgelegt.
Sie müssen jedoch zu dem Zeitpunkt auf dem Spielfeld gewesen
sein, in dem der Sprungball entstanden ist.
3.
Hat sich ein belebter Ball in der Korbbefestigung verfangen,
wird das Spiel immer mit Sprungball fortgesetzt (auch nach
einem Einwurf). Jetzt gibt es nur noch eine Regel für diese
Situation.
Art.
22 Wie der Ball gespielt wird
Schon
nach den bisherigen Regeln war es nicht gestattet, den Ball vorsätzlich
mit dem Fuß, dem Knie oder einem Teil des Beines unterhalb des
Knies zu spielen.
In
den Regeln 2000 wird dieses Verbot auf das gesamte Bein,
also auch oberhalb des Knies erweitert.
Ein
zufälliger Kontakt des Balles mit dem Fuß oder dem Bein
ist nach wie vor keine Regelübertretung.
Art.
24 Spieler in der Korbwurfaktion
Ein
Spieler, der beim Sprungball den Ball direkt auf den Korb
tippt, befindet sich auch in der Korbwurfaktion.
Nach den bisherigen Regel galt dieser Tipp nicht als eine Korbwurfaktion.
Art.
25 Korberfolg und seine Wertung
Geht
der Ball von unten durch den Korb, ist dies eine Regelübertretung,
unabhängig davon, ob dies zufällig oder absichtlich
geschah. Der Unterschied zwischen absichtlich und zufällig
entfällt. Die gegnerische Mannschaft erhält einen Einwurf von
der Grundlinie.
Art.
26 Einwurf
1.
Wenn der Ball nach einem Einwurf zwischen Ring und Brett
eingeklemmt ist, wird der Ball dadurch zum toten Ball, und das
Spiel wird am nächst gelegenen Kreis mit einem Sprungball zwischen
zwei beliebigen Gegenspielern fortgesetzt.
2.
Während eines Einwurfs ist es legal, den Ball über das Spielbrett
hinweg einzuwerfen.
3.
Nach einem erfolgreichen Feldkorb oder einem erfolgreichen letzten
Freiwurf: Der Spieler, der den Ball einwerfen soll, darf sich
seitlich und/oder rückwärts bewegen und/oder der Ball darf zwischen
Mitspielern von irgendeinem Punkt auf oder hinter der Endlinie
zugespielt werden, aber das Zählen der fünf Sekunden beginnt
in dem Augenblick, in dem der Ball dem ersten Spieler außerhalb
des Spielfeldes zur Verfügung steht.
Art.
27 Angerechnete Auszeit
1.
Die Dauer einer angerechneten Auszeit beträgt immer eine Minute.
Es ist nicht mehr möglich, das Spiel
früher fortzusetzen - auch wenn die Mannschaft die die Auszeit
genommen hat, dazu bereit ist.
2.
Eine Konsequenz aus dem Wechsel zur Spielzeit von 4x10 Minuten:
Jede Mannschaft kann eine angerechnete Auszeit in den
ersten drei Spielperioden beantragen, zwei angerechnete
Auszeiten in der vierten Spielperiode und eine angerechnete
Auszeit in jeder Verlängerung.
3.
Eine Auszeitmöglichkeit beginnt, wenn ein Feldkorb erzielt wurde
gegen die Mannschaft, die eine angerechnete Auszeit beantragt
hat. Eine Auszeitmöglichkeit endet, wenn bei einem Einwurf der
Ball dem Spieler zum Einwurf zur Verfügung steht. Damit entfällt
die Einschränkung für den Anschreiber, nur dann sein Signal
ertönen zu lassen, wenn der Antrag auf Auszeit gestellt wurde,
bevor der Ball die Hand oder Hände des Werfers verlassen hat.
4.
Unterbricht ein Schiedsrichter das Spiel, besteht die Möglichkeit
zur Auszeit für beide Mannschaften.
Art.
28 Spielerwechsel
1.
Eine neue Möglichkeit für einen Spielerwechsel beginnt,
wenn in den letzten zwei Spielminuten der vierten Spielperiode
oder in den letzten zwei Minuten einer Verlängerung ein Feldkorb
gegen die Mannschaft erzielt wird, die den Spielerwechsel beantragt
hat. Die Möglichkeit endet, wenn der Ball dem Einwerfer zur
Verfügung steht. Wenn diese Mannschaft einen Spieler wechselt,
kann die gegnerische Mannschaft auch einen Spielerwechsel vornehmen.
2.
Unterbricht der Schiedsrichter das Spiel aus irgendeinem Grund,
beginnt die Möglichkeit eines Spielerwechsels für beide Mannschaften.
3.
Der Ersatzspieler muss sich bis zum Beginn der Wechselmöglichkeit
auf die Auswechselbank oder auf den Stuhl setzen.
Art.
30 Verlust der Spielberechtigung (Fehlverhalten einer Mannschaft)
Play-Off-Spiele
wurden aufgenommen. Tritt eine Mannschaft während der Serie
"best-of-three" bei einem Spiel nicht an, verliert sie das Recht,
weiter in der Serie zu spielen. Diese Regelung gilt nicht
für andere Serien, wie z. B. "best-of-five", "best-of-seven".
Art.
32 Regelübertretungen
Es
gibt neue Grundsätze, über eine Regelübertretung zu entscheiden:
- Aufrechterhalten
von Geist und Sinn der Regeln sowie der Integrität des Spiels.
- Gleichmäßigkeit
in der Anwendung von gesundem Menschenverstand in jedem Spiel
unter Berücksichtigung von Fähigkeiten, Einstellung und Verhalten
der Spieler während des Spiels.
- Gleichgewicht
zwischen Spielkontrolle und Spielfluss. "Gefühl" mitbringen
für das, was die am Spiel Beteiligten gerade beabsichtigen,
und das pfeifen, was für dieses Spiel das Richtige ist.
Diese
Grundsätze finden sowohl bei Fouls als auch bei Regelübertretungen
Anwendung. Der Grundsatz Vorteil/Nachteil findet jedoch nicht
bei allen Regelübertretungen Anwendung.
Art.
37 Nah bewachter Spieler
Als
nah bewacht gilt ein Spieler, der einen belebten Ball auf dem
Spielfeld hält, dann, wenn ein Gegenspieler eine aktive Verteidigungs-Position
in einem Abstand von nicht mehr als einem Meter einnimmt.
"Aktiv"
bedeutet, dass der Verteidiger eine normale Verteidigungsstellung
eingenommen hat und nicht nur passiv in der Nähe des Spielers
in Ballbesitz steht.
Art.
38 Acht-Sekunden
Eine
Mannschaft hat nur noch 8 Sekunden Zeit, den Ball in ihr
Vorfeld zu spielen. Um das Tempo des Spiels zu erhöhen, wurde
diese Zeitspanne von bisher zehn Sekunden auf nun acht Sekunden
reduziert.
Art.
39 24-Sekunden
Folgende
wichtige Änderungen sind zu beachten:
1.
Eine Mannschaft hat nur noch 24 Sekunden Zeit für einen
Korbwurfversuch; dabei endet die 24-Sekunden-Periode erst dann,
wenn der Ball den Ring berührt.
2.
Die 24-Sekunden-Anlage wird nur noch dann zurückgestellt,
wenn der Ball den Ring berührt oder in den Korb geht.
Erlangt der Gegner Ballkontrolle, wird die Anlage zurückgestellt
und sofort neu gestartet.
3.
Das Signal der 24-Sekunden-Anlage stoppt die Spieluhr.
Folgende
Situationen, in denen der Ball in der Luft ist und das Signal
der 24Sekunden-Anlage ertönt, sollten besonders beachtet werden:
1.
Der Korb zählt, wenn der Ball direkt oder nach Ringberührung
in den Korb geht.
2.
Der Ball wird zum toten Ball und die 24-Sekunden-Regel wird
verletzt, wenn der Ball in der Luft von einem Spieler legal
berührt wird (in der Aufwärtsbewegung oder nachdem er den Ring
berührt hat).
3.
Bei Goal tending und Stören des Balles kommt nicht Art. 39,
sondern Art. 41 (Goal tending und Stören des Balles) zur Anwendung.
Die
Änderung der Zeitregel von dreißig auf vierundzwanzig Sekunden
ist die gravierendste Regeländerung. Sie wird zu einer positiven
Entwicklung des Basketballspiels beitragen, das Spiel schneller
machen und die Dynamik des Spiels verbessern:
- Die
Anzahl der Korbwurfaktionen pro Spiel erhöht sich und dadurch
werden mehr Punkte erzielt.
- Die
gestiegene Anzahl der Korbwurfaktionen ist gleichbedeutend mit
der wachsenden Dynamik im Spiel. Dies wird das Basketballspiel
attraktiver machen.
Der
entscheidende Unterschieds zu der bisherigen 30 Sekunden-Regel
ist darin zu sehen, dass, bevor das 24-Sekunden-Signal ertönt,
der Ball nicht nur die Hand des Werfers verlassen , sondern
auch den Ring berührt haben muss.
Art.
41 Goal tending und Stören des Balles
Dieser
Artikel ist mit einigen Änderungen neu formuliert worden:
- Mit
dem Begriff "Goal tending" wurde eine neue Definition
zusätzlich in die Regeln aufgenommen: Goal tending bezeichnet
das illegale Berühren des Balles nach einem Wurfversuch, also
wenn der Ball im Abwärtsflug oder nach einer Brettberührung
noch vollständig oberhalb des Ringniveaus ist.
- Ein
Verteidigungsspieler versetzt (absichtlich oder zufällig) das
Spielbrett oder den Ring so in Schwingung (Stören des Balles),
dass nach Ansicht des Schiedsrichters
der Ball, während er in der Luft ist, deshalb nicht in den Korb
geht. Dies ist eine Regelübertretung und der Korb zählt
2 oder 3 Punkte. Ein technisches Foul wird nicht mehr gegeben.
Geht der Ball in den Korb, liegt keine Regelübertretung vor.
- Während
der Ball bei einem Korbwurf aus dem Feld in der Luft ist und
danach ein Schiedsrichter pfeift, das Signal der Spieluhr oder
der 24-Sekunden-Anlage ertönt, gelten alle Vorschriften für
Goal tending und Stören des Balles.
- Dies
bedeutet: Nach einem Pfiff oder einem Signal gelten die gleichen
Regeln bei der Beurteilung von legalen Aktionen und Regelübertretungen
wie während der Spielzeit.
- Keine
Punkte können erzielt werden, wenn beide Mannschaften gleichzeitig
gegen diesen Artikel verstoßen. Das Spiel wird mit Sprungball
fortgesetzt.
Art.
44 Persönliches Foul
Der
ehemalige Artikel 46.5.8.3: "Der Verteidiger berührt beim Versuch,
den Ball zu spielen, einen Gegenspieler mit seiner Hand oder Händen.
Findet ein solcher Kontakt nur an der Hand des Gegenspielers statt,
während dieser seine Hand am Ball hat, wird er als zufällig angesehen
und der Kontakt sollte nicht bestraft werden." ist ersatzlos gestrichen,
da der Text für zuviel Verwirrung gesorgt hat.
Art.
45 Doppelfoul
Hat
eine Mannschaft zum Zeitpunkt eines Doppelfouls zwar noch keine
Ballkontrolle, aber steht ihr der Ball bereits zu, wird
er dieser Mannschaft zum Einwurf zur Verfügung gestellt. Zur Klarstellung
zwei Beispiele:
1.
A4 begeht einen Schrittfehler. Bevor einem Spieler der Mannschaft
B der Ball zum Einwurf zur Verfügung steht, wird ein Doppelfoul
zwischen A5 und B5 gepfiffen.
Regelung:
Einwurf für Mannschaft B, da ihr der Ball bereits zustand.
2.
A4 hat zwei Freiwürfe mit anschließendem Einwurf für Mannschaft
A. Unmittelbar nach dem 2. Freiwurf, jedoch bevor der Ball dem
Einwerfer zur Verfügung steht, wird ein Doppelfoul zwischen
A5 und B5 gepfiffen.
Regelung:
Einwurf für Mannschaft A, da ihr der Ball bereits zustand.
Art.
49 Technisches Foul durch einen Spieler
1.
Die Strafe für ein technisches Foul durch einen Spieler
ist folgendermaßen geändert worden: Ein Freiwurf mit anschließendem
Ballbesitz von der Mittellinie.
2.
Aus diesem Grund gibt es kein "unsportlich technisches Foul"
mehr. Diese Foulart wurde durch die
neue Strafe für ein technisches Foul gegen einen Spieler überflüssig.
3.
Es ist nicht länger auf technisches Foul gegen einen Verteidiger
zu entscheiden, der vorsätzlich das Spielbrett oder den Ring
in Schwingung versetzt, während der Ball bei einem Feldkorbversuch
oder Freiwurf in der Luft ist. Diese Aktion fällt unter die
Regelungen für Stören des Balles (Art. 41).
4.
Für ein technisches Foul gegen einen Spieler während einer Spielpause
werden weiterhin zwei Freiwürfe verhängt.
Art.
55 Mannschaftsfouls: Strafen
1.
Sobald eine Mannschaft vier persönliche oder technische Spielerfouls
in einer Spielperiode begangen hat, hat sie die Mannschaftsfoulgrenze
erreicht. Hat also eine Mannschaft vier persönliche oder technische
Spielerfouls innerhalb einer Spielperiode begangen, so werden
- mit den bisher gültigen Einschränkungen für ein Foul am Werfer
oder ein Foul in Ballkontrolle - für jedes weitere Spielerfoul
zwei Freiwürfe verhängt. Alle Verlängerungen zählen als Fortsetzung
der vierten Spielperiode.
2.
Falls das Foul von einem Spieler begangen wird, dessen Mannschaft
in Kontrolle eines belebten Balles ist oder der der Ball
für einen Einwurf zusteht, wird dieses persönliche Foul
nicht mit zwei Freiwürfen bestraft.
Zwei
Beispiele:
a)
A4 begeht einen Schrittfehler, unmittelbar gefolgt von einem
persönlichen Foul durch B4, 5. Mannschaftsfoul der Mannschaft
B in dieser Spielperiode.
Regelung:
Sprungball im nächstgelegenen Kreis zwischen zwei Gegenspielern.
b)
A4 hat zwei Freiwürfe, gefolgt von Ballbesitz für Mannschaft
A. Nach dem 2. Freiwurf, bevor jedoch der Ball zum Einwurf belebt
ist, begeht A5 ein Foul gegen B5, 6. Mannschaftsfoul gegen Mannschaft
A in dieser Spielperiode.
Regelung:
Keine Freiwürfe, Einwurf für Mannschaft
B.
Noch
einmal zur Klarstellung: Begeht eine Mannschaft ein Foul, bevor
sie den Ball zu einem Einwurf nach einer gegnerischen Regelverletzung
erhält, wird dies nunmehr als Foul der Mannschaft in Ballkontrolle
geahndet. Das Spiel wird mit Sprungball fortgesetzt, unabhängig
von der Anzahl der Mannschaftsfouls.
Art.
56 Sonderfälle
Dieser
Artikel regelt jetzt nicht nur "Sonderfällen", die nach einem
Foul entstehen können, sondern auch nach einer Regelübertretung;
auch Einwurfstrafen für Regelübertretungen werden zur Kompensation
mit aufgenommen. Begeht also Mannschaft B eine Regelübertretung,
und Mannschaft A begeht vor der Ausführung des Einwurfs ein Foul
mit Foulstrafe "Einwurf für Mannschaft B", wird in diesem Fall
das Spiel mit Sprungball fortgesetzt.
Während
derselben Uhr-Stopp-Periode, die auf ein Foul oder eine Regelübertretung
folgt, können Sonderfälle entstehen, wenn weitere Fouls
begangen werden.
Sofern
nach der Aufrechnung von gleichen Strafen gegen beide Mannschaften
keine weiteren Strafen zur Ausführung übrig bleiben, wird das
Spiel, wie in Art. 45 (Doppelfoul) beschrieben, fortgesetzt.
Einige
Beispiele (nach neuer und alter Regel) zur Klarstellung:
1.
Mannschaft A hat die Ballkontrolle auf dem Feld, persönliches
Foul von A4 gegen B4 (3. Mannschaftsfoul von Mannschaft A).
Regelung:
Einwurf Mannschaft B (wie bisher).
2.
A4 erzielt einen Korb. Unmittelbar danach technische Fouls von
A4 und B4.
Regelung:
Einwurf Mannschaft B an der Endlinie (wie bisher).
3.
Mannschaft A hat den Ball zum Einwurf, als technische Fouls
von A4 und B4 begangen werden.
Regelung:
Einwurf Mannschaft A (wie bisher).
4.
Mannschaft A hat den Ball zum Einwurf. Gleichzeitig ein Doppelfoul
gegen A4 und B4 und ein persönliches Foul von A5 (3. Mannschaftsfoul
von Mannschaft A).
Regelung:
Sprungball im nächstgelegenen Kreis zwischen zwei Gegenspielern
(neu, falls der ursprüngliche Einwurf z. B. aus einem Schrittfehler
von B resultierte).
5.
Schrittfehler von A4. Danach ein persönliches Foul gegen B4
(3. Mannschaftsfoul von Mannschaft B).
Regelung:
Sprungball im nächstgelegenen Kreis zwischen zwei Gegenspielern
(neu).
6.
Schrittfehler von A4. Danach Doppelfoul gegen A5 und B5.
Regelung:
Einwurf Mannschaft B (wie bisher).
7.
Schrittfehler von A4. Danach ein Doppelfoul gegen A5 und B5
und ein persönliches Foul gegen B6 (3. Mannschaftsfoul von Mannschaft
B).
Regelung:
Sprungball im nächstgelegenen Kreis zwischen zwei Gegenspielern
(neu).
8.
Mannschaft A hat die Ballkontrolle auf dem Feld. Dann werden
technische Fouls gegen A4 und B4 gepfiffen, gefolgt von einem
persönlichen Foul gegen A5 (3. Mannschaftsfoul von Mannschaft
A).
Regelung:
Einwurf Mannschaft B (wie bisher).
Art.
57 Freiwürfe
Wenn
ein Gegenspieler des Freiwerfers das Spielbrett oder den Ring
so in Schwingung versetzt, dass der Ball nach Ansicht des Schiedsrichters
deshalb nicht in den Korb gehen konnte, wird der Freiwurf mit
einem Punkt gewertet.
Art.
58 Korrigierbare Fehler
Eine
Situation wurde gestrichen, die praktisch
nicht auftritt: "Ausführen von einem oder mehreren Freiwürfen
am falschen Korb".
Korrigierbare
Fehler sind also nun:
1.
Gewähren von einem oder mehreren nicht zustehenden Freiwürfen.
2.
Die Ausführung von Freiwürfen durch den falschen Freiwerfer.
3.
Nicht Gewähren von einem oder mehreren zustehenden Freiwürfen.
4.
Durch einen Schiedsrichter irrtümlich gegebene oder nicht gegebene
Punkte.
Zwei
Ausnahmen wurden zusätzlich neu aufgenommen:
1.
Liegt der korrigierbare Fehler im nicht Gewähren von einem oder
mehreren zustehenden Freiwürfen:
1-1
Ist es nach dem Fehler zu keinem Wechsel des Ballbesitzes gekommen,
wird das Spiel nach der Fehlerkorrektur wie bei jedem normalen
Freiwurf fortgesetzt.
1-2
Sofern die Mannschaft, der fälschlicherweise der Ballbesitz
zugesprochen wurde, einen Korb erzielt, zählt dieser und der
Fehler wird nicht beachtet.
2.
Liegt der korrigierbare Fehler in der Ausführung von einem oder
mehreren Freiwürfen durch den falschen Freiwerfer: Hat
der Ballbesitz seit dem Fehler nicht gewechselt, geht das Spiel
unmittelbar nach der Korrektur (Ausführung durch den richtigen
Freiwerfer) weiter, also mit Rebound oder Einwurf von der Endlinie.
Beispiel:
B4
foult A4 (5. Mannschaftsfoul von Mannschaft B). Der Schiedsrichter
übergibt den Ball zum Einwurf an einen Spieler der Mannschaft
A und das Spiel wird fortgesetzt. A5 erzielt nach einem Dribbling
einen Korb. In diesem Moment wird der Fehler entdeckt und wäre
noch korrigierbar.
Regelung:
Der erzielte Korb behält seine Gültigkeit. Freiwürfe werden nicht
zugesprochen, und das Spiel wird mit Einwurf an der Endlinie durch
Mannschaft B fortgesetzt.
Schlussbemerkung
Die
Absicht der Ausführungen war es, die grundsätzlichen und wesentlichen
Regeländerungen 2000 deutlich zu machen. Auf zahlreiche geringfügigere
Regeländerungen konnte nicht eingegangen werden. Allerdings besteht
die Absicht, die neue 24 Sekunden-Regel anhand einiger Fallbeispiele
noch transparenter darzustellen.
Um
alle Regeländerungen kennen zu lernen und zu verstehen, ist es
für jeden unumgänglich, das neue Regelheft gründlich durchzulesen.
Wir
hoffen, dass diese Veröffentlichung Ihnen hilft, sich auf die
Umsetzung der neuen Basketballregeln 2000 vorzubereiten.
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