Spurs feiern in New York ihren ersten NBA-Titel!!! |
Die San Antonio Spurs rauschten
geradezu durch die Playoffs. Mit 78:77 gewannen die Texaner das fünfte Spiel der Finals
bei den New York Knicks, die 15. Begegnung in 17 Playoff-Partien und somit ihren ersten
Titel in der NBA. Wie schon in den vorangegangenen Final-Auseindersetzung war Tim
Duncan (im Bild inmitten jubelnder Team-Kollegen) einmal mehr San Antonios entscheidender
Erfolgsfaktor. Der Power Forward machte im Madison Square Garden 31 Punkte, griff sich 9
Rebounds und wurde bei der Siegerehrung von NBA-Commissioner David Stern völlig zu recht
mit dem MVP-Titel bedacht.
Das letzte Viertel sucht in punkto Spannung seinesgleichen. Wie so oft in dieser Serie
holten die Knicks einen Rückstand auf. In den letzten zehn Spielminuten lieferten sich
Duncan und Knickerbocker Latrell Sprewell in einem Basketball-Krimi erster Güte einen
unglaublichen Zweikampf.
Der New Yorker Small Forward machte das beste Playoff-Spiel seiner Karriere und
erzielte 35 Punkte (davon 25 in der zweiten Hälfte und 14 im vierten Viertel). Sprewell
gelang in der Schlußphase einfach alles und er hielt sein Team mit unglaublichen Würfen
im Rennen.
Doch jede gelungene Aktion von Sprewell beantwortete Duncan mit ebenso sagenhaften
Treffern auf der Gegenseite, so daß das Spiel erst in den letzten Sekunden entschieden
wurde. Allerdings machte Avery Johnson 47 Sekunden vor dem Ende mit einem offenen
Distanzwurf aus der linken Ecke den Sieg bringenden Korb.
Im darauffolgenden Angriff suchten die Knicks - na, wen wohl - Sprewell, der sich bis
dahin in einen wahren Spielrausch steigerte. Doch gerade jetzt versagten Spree"
die Nerven. Die Spurs konzentrierten sich in der Defense auf den ehemaligen Warrior. Mit
Erfolg: Sprewell war gezwungen einen schlecht vorbereiteten Schuß zu nehmen, der auch
prompt sein Ziel verfehlte.
Die Spurs kamen in Ballbesitz und die Spieluhr zeigte noch etwas mehr als 24 Sekunden
an. Unverständlicherweise foulten die Knicks nicht, um einen der Spurs an die
Freiwurflinie zu schicken und so noch genügend Zeit für einen Angriff zu bekommen.
Kurz bevor die Shotclock ablief, warf Avery Johnson den Ball einfach nur noch Richtung
Korb, New Yorks Larry Johnson schnappte sich den Rebound, nahm sofort einen Auszeit, doch
die Knicks hatten nur 2,1 Sekunden.
Charlie Ward hatte Einwurf an der Mittellinie, Sprewell täuschte einen Block für
Allan Houston auf der Gegenseite an und bewegte sich mit einem Richtungswechsel
urplötzlich aufs Brett zu. Den 20.000 im Madison Square Garden stockte der Atem. Sprewell
kam nach Pass von Ward noch vor dem heranstürmenden Sean Elliot in Ballbesitz.
Aber Sprewell landete direkt unter dem Brett, hatte eine ungünstige Wurfposition, sah
sich von drei Spurs umringt, dribbelte aus der Zone. Sein Sprungwurf aus der Drehung
senkte sich vor dem Ring, die Schlußsirene ertönte und die Spurs waren in ihrem Jubel
nicht mehr zu bremsen. |
![0[1].jpg (6752 Byte)](http://www.dsf.de/a6/1/headlines/34891/gif/0.jpg) Jordan hat
Rücktritt bestätigt!
Als Michael Jordan (Bild) am Mittwoch um 12.30 Uhr Ortszeit seinen Rücktritt erklärte,
interessierte sich nicht nur in Amerika kaum noch jemand für das Impeachment-Verfahren
gegen Bill Clinton.
Die magischen Worte, die das Ende einer 13jährigen NBA-Karriere mit unbeschreiblichen
Höchstleistungen bedeuteten, übertrug der Nachrichtensender CNN live in über 200
Länder: Ich bin mental ausgebrannt, erkläre deshalb meinen Rücktritt vom
Basketball."
Für seine trauernden Fans in aller Welt hatte der scheidende Superstar nur schwachen
Trost parat: Basketball ist größer als ein Michael Jordan. Der Sport wird
überleben."
Mit zehnminütiger Verspätung betrat der berühmteste Aussteiger der Welt gemeinsam mit
seiner Frau Juanita das United Center von Chicago, wurde dort von den knapp 2.000
Journalisten mit langanhaltendem Beifall begrüßt. In bester Laune begann Jordan,
ausgestattet mit edlem Zwirn und goldener Krawatte, seine zehnminütige freie Rede mit
einem Scherz. Als ich 1995 meine zweite NBA-Karriere startete, sagte ich: I am back.
Heute müßte ich eigentlich sagen: I am gone."
Doch schon bald wurde deutlich, daß sich der 35jährige seinen Rücktritt und die
Konsequenzen gut überlegt hatte. Es wäre meinen Teamkollegen und den Fans
gegenüber unfair, wenn ich nur noch mit halbem Herzen dabei bin. Der Zeitpunkt meines
Abschieds ist deshalb perfekt."
So perfekt, daß sogar Bill Clinton für einen Augenblick seine Lewinski-Affäre vergessen
durfte und als erster US-Präsident via Satellit einem scheidenden Sportler eine Träne
nachweinte: Meine Frau und ich sind große Anhänger von Ihnen. Wir möchten Ihnen
auf diesem Wege alles Gute wünschen."
Am Rande der Pressekonferenz wurde Jordan, der weiter in Chicago wohnen will, sowohl von
NBA-Commissioner David Stern als auch von Bulls-Eigentümer Jerry Reinsdorff gewürdigt.
Der Klubchef kämpfte mit den Tränen, als er das berühmte Trikot mit der Nummer 23 für
alle Zeiten vergeben erklärte: Ich hatte gehofft, daß dieser Tag niemals kommen
würde. Es ist ein trauriger Tag für die Chicago Bulls." Stern nannte Jordan erneut
den besten Spieler aller Zeiten.
Bis kurz vor der Pressekonferenz wurde Jordan bestürmt, sein good bye" noch
einmal zu überdenken. Im Chicagoer Nobelrestaurant Hudson Club hatten sein Agent David
Falk und sein Freund und Mannschaftskamerad Scottie Pippen versucht, das Unmögliche wahr
zu machen.
Phil Knight, Chef des Sponsors Nike, flog mit seinem Privatjet aus Oregon ein, sein Bitten
blieb genauso erfolglos wie der Kniefall von Stern, der seinen Goldesel" vor
laufender Kamera anflehte: Michael, bitte komme zurück."
Am Ende mußten sie alle erkennen, daß Jordans sehnlicher Drang nach Privatsphäre
absolute Priorität genießt, sein unglaubliches Potential nach sechs Meisterschaften,
fünf MVP-Titeln und zehn Spielzeiten als punktbester Werfer ausgeschöpft ist.
Der Mailman steht vor dem Absprung |
Auf
dem Bild spielen sie noch gegeneinander, doch schon bald könnten Karl Malone und
Shaquille O'Neal Teamkollegen werden. Denn der elfmalige All-Star will die Utah Jazz
verlassen. In einer Sendung für 'XTRA-Radio' in Los Angelas forderte der 'Mailman', die
Hauptstadt der Mormonen nach Beendigung des Lockout verlassen zu dürfen.
Malone, der die Jazz in den letzten beiden Jahren in die NBA-Finals geführt hatte,
erklärte, er habe genug von dem Geschwätz in Utah: Ich habe mein letztes Spiel in
Salt Lake City gemacht."
Gleichzeitig ließ er durchblicken, für welchen Verein er gerne spielen würde: Es
gibt nicht viele Orte, wo ich hinwechseln könnte. Für ein Angebot der Lakers würde ich
sogar zu Fuß nach Los Angeles laufen!"
Der Power Foward der Utah Jazz wurde nach den beiden verlorenen Finals gegen Michael
Jordan und die Chicago Bulls von Fans und Klubverantwortlichen besonders stark kritisiert.
Beide Serien wurden nach sechs Spielen verloren. Und das, obwohl man letzte Saison das
Heimrecht als bestes Team der Vorrunde erspielen konnte.
Desweiteren brachte der 35jährige auch seine Enttäuschung über Vereinsbesitzer Larry
Miller zum Ausdruck. Dieser hatte vor ein paar Tagen ein Treffen mit der Mannschaft
angesetzt, obwohl er wußte, daß sich Malone aufgrund von Verpflichtungen für einen
Radiosender an diesem Tag nicht in Salt Lake City aufhalten würde.
Teamkollege Byron Russel wußte von Malones Abwesenheit und äußerte seinen Unmut
darüber, das Meeting ohne diesen stattfinden zu lassen. Daraufhin veranlaßte Russel
Larry Miller, den ursprünglich geplanten Termin auf Montag dieser Woche zu verschieben.
Aber es war nicht der Vereinsboss, sondern Russel selbst, der 'Karl den Großen' über das
neuangesetzte Treffen in Kenntnis setzte.
Miller kennt meine Telefonnummern, die von meinem Haus und die von meinem Handy.
Wenn er es also nicht für nötig hält, mich selbst darüber zu informieren, dann sehe
ich auch keinen Sinn darin, an diesem Treffen teilzunehmen", zeigte sich der
'Mailman' erbost.
Die Fronten scheinen also verhärtet zu sein. Es darf aber spekuliert werden, ob Malone
dieses Ereignis nur unnötig aufbauscht, um so einen Vereiswechsel für sich zu erzwingen.
Der 35 Jahre alte Flügelspieler erzielte einen 27 Punkte- und 10,3 Rebound-Durchschnitt
in 81 Spielen der letzten Saison, seiner 13. in der NBA. In den letzten beiden Jahren
wurde er darüber hinaus zum MVP gewählt. |
Houston Comets erneut WNBA-Champions!
Die
Houston Comets (im Bild Sheryl Swoopes von den Comets und Andrea Kuklova von den Phoenix
Mercury) sind erneut Champion der Womens National Basketball Association (WNBA). In
einem hochklassigen Finale schlugen die Comets im entscheidenden dritten Spiel vor
heimischen Publikum die Phoenix Mercury mit 80:71.
Cynthia Cooper, überragende Spielerin der Comets, wurde zum zweiten Male zur
wertvollste Spielerin" (MVP) der Finalserie gewählt, nachdem sie zuvor schon
als beste Spielerin der Saison ausgezeichnet wurde. Die Deutsche Marlies Askamp, die als
Center bei den Phoenix Mercury mitspielte, konnte den Sieg der Comets nicht verhindern.
Der Kampf um den WNBA-Titel war in diesem Jahr spannend bis zuletzt, denn die Comets, das
beste Team der regulären Saison (27 Siege, drei Niederlagen), tat sich in den Spielen
gegen Phoenix Mercury recht schwer. Die Comets verloren das erste Finale in Phoenix 51:54;
im zweiten Spiel in Houston mußten sie in die Overtime, um die Mercury mit 74:69 zu
schlagen. Im letzten Spiel der Best-of-Three-Serie nutzte Houston dann eine
Schwächeperiode von Phoenix in der zweiten Hälfte, um sich erneut den Titel in der
besten Frauen-Basketball-Liga der Welt zu sichern.
Houstons beste Spielerinnen waren Cynthia Cooper (23 Punkte), Tina Thompson (18) und
Sheryl Swoopes, die nach schwacher erster Halbzeit elf Punkte in den letzten neun Minuten
erzielte (insgesamt 16). Auf der Seite von Phoenix konnten sich Michelle Griffith (24
Punkte, Career-High) und Jennifer Gillom (20) auszeichenen. Michele Timms (Phoenix), die
im zweiten Spiel noch 19 Punkte erzielt hatte, konnte nicht an ihre Leistung anknüpfen
und kam nur auf zwei Punkte (Quelle: DSF)
Wer verdient zuviel, wer zuwenig?
Kurios, aber für die Zustände im
nordamerikanischen Profibasketball bezeichnend: Ein allenfalls mittelmäßiger Spieler wie
Jim McIlvaine (im Bild links beim Zweikampf mit Miamis Tim Hardaway) verdient bei den
SuperSonics mehr Geld als sein Klubkamerad Detlef Schrempf. Der Deutsche ist
Leistungsträger, McIlvaine Mitläufer.
Oder Scottie Pippen. Sechs Championchip-Ringe hat sich Jordans Adjutant" in den
neunziger Jahren geholt. Zum Lohn" erhält er immerhin fast die Hälfte von
dem, was der dauerverletzte Danny Manning bei den Phoenix Suns abkassiert. Grund genug,
einmal die fünf größten Abzocker der letzten NBA-Saison vorzustellen:
| Name |
Verein |
Gehalt |
| Derrick Coleman |
New Jersey Nets |
$ 8,002,000 |
| Kevin Johnson |
Phoenix Suns |
$ 8,000,000 |
| Danny Manning |
Phoenix Suns |
$ 6,830,000 |
| Shawn Bradley |
Dallas Mavericks |
$ 5,940,000 |
| Jim McIlvaine |
Seattle SuperSonics |
$ 3,500,000 |
Im Vergleich dazu die fünf Spieler, die an ihrer Leistung gemessen als derzeit
unterbezahlteste NBA-Stars gelten müssen:
| Name |
Verein |
Gehalt |
| Karl Malone |
Utah Jazz |
$ 5,119,000 |
| Tim Hardaway |
Miami Heat |
$ 4,800,000 |
| Tim Duncan |
San Antonio Spurs |
$ 2,968,000 |
| Scottie Pippen |
Chicago Bulls |
$ 2,775,000 |
| Charles Barkley |
Houston Rockets |
$ 2,225,000 |
Die Vereine und ihre Gehälter
Superstar hin oder her. Das
Einkommen Michael Jordans ist schon astronomisch hoch und erscheint doch etwas
übertrieben. His Airness" verdient alleine mehr als 17 NBA-Teambesitzer an
ihre komplette Mannschaft auszahlen. Hier ein Überblick über die Gehaltszahlungen aller
Vereine:
Team |
Summe aller Gehälter |
Teuerster
Spieler |
Gehalt |
| Chicago Bulls |
$ 61,729,000 |
Michael Jordan |
$ 33,140,000 |
| New York Knicks |
$ 56,534,000 |
Patrick Ewing |
$ 20,500,000 |
| Orlando Magic |
$ 45,782,000 |
Horace Grant |
$ 14,285,000 |
| San Antonio Spurs |
$ 42,865,000 |
David Robinson |
$ 12,397,000 |
| Phoenix Suns |
$ 42,117,000 |
Kevin Johnson |
$ 8,000,000 |
| Washington Wizards |
$ 40,890,000 |
Juwan Howard |
$ 11,250,000 |
| Indiana Pacers |
$ 38,845,000 |
Reggie Miller |
$ 9,002,000 |
| Seattle SuperSonics |
$ 36,684,000 |
Gary Payton |
$ 10,514,000 |
| Los Angeles Lakers |
$ 36,590,000 |
Shaquille O`Neal |
$ 12,850,000 |
| Miami Heat |
$ 34,555,000 |
Alonzo Mourning |
$ 11,255,000 |
| Golden State Warriors |
$ 34,209,000 |
Jimmy Jackson |
$ 4,600,000 |
| New Jersey Nets |
$ 34,054,000 |
Kendall Gill |
$ 4,400,000 |
| Atlanta Hawks |
$ 32,116,000 |
Dikembe Mutombo |
$ 9,610,000 |
| Portland Trail Blazers |
$ 28,476,000 |
Brian Grant |
$ 5,000,000 |
| Utah Jazz |
$ 28,470,000 |
Karl Malone |
$ 5,119,000 |
| Philadelphia 76ers |
$ 28,456,000 |
Derrick Coleman |
$ 8,002,000 |
| Houston Rockets |
$ 27,988,000 |
Hakeem Olajuwon |
$ 11,158,000 |
| Cleveland Cavaliers |
$ 27,798,000 |
Shawn Kemp |
$ 7,700,000 |
| Charlotte Hornets |
$ 27,760,000 |
Vlade Divac |
$ 4,833,000 |
| Boston Celtics |
$ 27,369,000 |
Kenny Anderson |
$ 5,010,000 |
| Minnesota Timberwolves |
$ 27,277,000 |
Tom Gugliotta |
$ 5,500,000 |
| Detroit Pistons |
$ 27,140,000 |
Grant Hill |
$ 5,850,000 |
| Sacramento Kings |
$ 27,102,000 |
Otis Thorpe |
$ 5,700,000 |
| Dallas Mavericks |
$ 27,042,000 |
Shawn Bradley |
$ 5,940,000 |
| Denver Nuggets |
$ 25,859,000 |
Bryant Stith |
$ 4,033,000 |
| Vancouver Grizzlies |
$ 25,473,000 |
Bobby Hurley |
$ 3,552,000 |
| Toronto Raptors |
$ 25,272,000 |
Dee Brown |
$ 3,500,000 |
| Milwaukee Bucks |
$ 24,939,000 |
Glenn Robinson |
$ 5,510,000 |
| Los Angeles Clippers |
$ 24,057,000 |
Stojko Vrankovic |
$ 3,580,000 |
Fast alle NBA-Texte stammen von:
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