Wilt
Chamberlain ist tot.
Der
Center starb im Alter von 63 Jahren in seinem Haus in Bel-Air /
Kalifornien, wahrscheinlich an einem Herzinfarkt. Bereits 1992
wurde der All-Star wegen Herzrhythmus-Störungen in ein
Krankenhaus eingeliefert.
Chamberlain war einer der größten
und meist respektiertesten Spieler, die jemals in der NBA
aufgelaufen sind.
Seine Karriere dauerte von 1959 bis
1973. Er spielte für die Philadelphia (später San Francisco)
Warriors, die Philadelphia 76ers und die Los Angeles Lakers.
Am 2. März 1962 stellte er einen
Rekord der Extraklasse auf: Beim 169:147-Sieg seiner Philadelphia
Warriors gegen die New York Knicks erzielte der Hall-of-Famer sage
und schreibe 100 Punkte - bis heute unerreicht.
Insgesamt brachte es „Wilt the
Stilt" auf 31.419 Karriere-Punkte. Nur Kareem Abdul-Jabbar
brach 1984 seinen Rekord. Chamberlain musste in 1.205 Saison- und
Playoffspielen nie wegen zu vieler Fouls den Court verlassen.
Seine 23.924 Karriere-Rebounds sind noch heute NBA-Rekord.
„Wilt war einer der Größten,
die dieses Spiel je gespielt haben. Wir werden nie wieder einen
wie ihn sehen", so Abdul-Jabbar.
Chamberlain begann seine Karriere
1958 bei den Harlem Globetrotters und ist nur einer von zwei
Spielern, die den MVP-Titel und die „Rookie of the year-Ehre im
selben Jahr abräumten (1959/60).
Sieben Jahre in Folge (1960-66) führte
er die Liga im „Scoring" an. In elf seiner 14
Profispielzeiten im „Rebounding".
13 Mal schaffte er mit seinem Team
die Playoffs - zweimal wurde er Meister (mit den 76ers 1966/67 und
mit den Lakers 1971/72), viermal verlor er das Finale und sechsmal
das Conference-Finale.
Lange nach dem Ende seiner Karriere
machte Chamberlain noch einmal Schlagzeilen, als er behauptete,
mit über 20.000 Frauen Sex gehabt zu haben. Geheiratet hat er
jedoch nie.
Sportler, Weggefährten und
Prominente nahmen respektvollen Abschied vom „Big Dipper".
So zum Beispiel Präsident Bill Clinton: „Er ist einer der größten
Athleten des 20. Jahrhunderts. Ich hoffe, Sie schließen ihn heute
nacht in ihre Gedanken und Gebete ein."
„Ich bin todtraurig. Das ist ein
schrecklicher Tag für die NBA. Wir haben eine Legende
verloren.", so 76ers-Guard Allen Iverson.
„Er ist einer der größten
Helden des Sports überhaupt", honorierte ihn Ex-Lakers-Star
Earvin „Magic" Johnson.
Wilton Norman Chamberlain kam am
21. August 1936 in Philadelphia zur Welt. Seine ersten
Basketball-Versuche unternahm er in der siebten Klasse. Mit seiner
High School gewann er drei Schul-Titel und zwei
Stadt-Meisterschaften. Er war einer der gefragtesten Spieler überhaupt
- mehr als 200 Colleges meldeten Interesse an ihm.
Er entschied sich für die
„University of Kansas" (im Bild Chamberlain im „KU"-Trikot)
und erzielte in seinem ersten Spiel gleich 52 Punkte.
In seinem zweiten Jahr, 1956, führte
er Kansas in das Finale um die College-Meisterschaft, den
NCAA-Finals, und verlor dort gegen North Carolina nach dreimaliger
Verlängerung, bevor er zu den Globetrotters wechselte.
Wilt Chamberlain hinterläßt sechs
Geschwister - und eine riesige Gemeinde trauernder Basketballfans
überall auf der Erde.
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Spurs feiern in New York ihren ersten NBA-Titel!
Die San Antonio Spurs rauschten
geradezu durch die Playoffs. Mit 78:77 gewannen die Texaner das fünfte Spiel der Finals
bei den New York Knicks, die 15. Begegnung in 17 Playoff-Partien und somit ihren ersten
Titel in der NBA. Wie schon in den vorangegangenen Final-Auseindersetzung war Tim
Duncan (im Bild inmitten jubelnder Team-Kollegen) einmal mehr San Antonios entscheidender
Erfolgsfaktor. Der Power Forward machte im Madison Square Garden 31 Punkte, griff sich 9
Rebounds und wurde bei der Siegerehrung von NBA-Commissioner David Stern völlig zu recht
mit dem MVP-Titel bedacht.
Das letzte Viertel sucht in punkto Spannung seinesgleichen. Wie so oft in dieser Serie
holten die Knicks einen Rückstand auf. In den letzten zehn Spielminuten lieferten sich
Duncan und Knickerbocker Latrell Sprewell in einem Basketball-Krimi erster Güte einen
unglaublichen Zweikampf.
Der New Yorker Small Forward machte das beste Playoff-Spiel seiner Karriere und
erzielte 35 Punkte (davon 25 in der zweiten Hälfte und 14 im vierten Viertel). Sprewell
gelang in der Schlußphase einfach alles und er hielt sein Team mit unglaublichen Würfen
im Rennen.
Doch jede gelungene Aktion von Sprewell beantwortete Duncan mit ebenso sagenhaften
Treffern auf der Gegenseite, so daß das Spiel erst in den letzten Sekunden entschieden
wurde. Allerdings machte Avery Johnson 47 Sekunden vor dem Ende mit einem offenen
Distanzwurf aus der linken Ecke den Sieg bringenden Korb.
Im darauffolgenden Angriff suchten die Knicks - na, wen wohl - Sprewell, der sich bis
dahin in einen wahren Spielrausch steigerte. Doch gerade jetzt versagten Spree"
die Nerven. Die Spurs konzentrierten sich in der Defense auf den ehemaligen Warrior. Mit
Erfolg: Sprewell war gezwungen einen schlecht vorbereiteten Schuß zu nehmen, der auch
prompt sein Ziel verfehlte.
Die Spurs kamen in Ballbesitz und die Spieluhr zeigte noch etwas mehr als 24 Sekunden
an. Unverständlicherweise foulten die Knicks nicht, um einen der Spurs an die
Freiwurflinie zu schicken und so noch genügend Zeit für einen Angriff zu bekommen.
Kurz bevor die Shotclock ablief, warf Avery Johnson den Ball einfach nur noch Richtung
Korb, New Yorks Larry Johnson schnappte sich den Rebound, nahm sofort einen Auszeit, doch
die Knicks hatten nur 2,1 Sekunden.
Charlie Ward hatte Einwurf an der Mittellinie, Sprewell täuschte einen Block für
Allan Houston auf der Gegenseite an und bewegte sich mit einem Richtungswechsel
urplötzlich aufs Brett zu. Den 20.000 im Madison Square Garden stockte der Atem. Sprewell
kam nach Pass von Ward noch vor dem heranstürmenden Sean Elliot in Ballbesitz.
Aber Sprewell landete direkt unter dem Brett, hatte eine ungünstige Wurfposition, sah
sich von drei Spurs umringt, dribbelte aus der Zone. Sein Sprungwurf aus der Drehung
senkte sich vor dem Ring, die Schlußsirene ertönte und die Spurs waren in ihrem Jubel
nicht mehr zu bremsen. |
![0[1].jpg (6752 Byte)](http://www.dsf.de/a6/1/headlines/34891/gif/0.jpg) Jordan hat
Rücktritt bestätigt!
Als Michael Jordan (Bild) am Mittwoch um 12.30 Uhr Ortszeit seinen Rücktritt erklärte,
interessierte sich nicht nur in Amerika kaum noch jemand für das Impeachment-Verfahren
gegen Bill Clinton.
Die magischen Worte, die das Ende einer 13jährigen NBA-Karriere mit unbeschreiblichen
Höchstleistungen bedeuteten, übertrug der Nachrichtensender CNN live in über 200
Länder: Ich bin mental ausgebrannt, erkläre deshalb meinen Rücktritt vom
Basketball."
Für seine trauernden Fans in aller Welt hatte der scheidende Superstar nur schwachen
Trost parat: Basketball ist größer als ein Michael Jordan. Der Sport wird
überleben."
Mit zehnminütiger Verspätung betrat der berühmteste Aussteiger der Welt gemeinsam mit
seiner Frau Juanita das United Center von Chicago, wurde dort von den knapp 2.000
Journalisten mit langanhaltendem Beifall begrüßt. In bester Laune begann Jordan,
ausgestattet mit edlem Zwirn und goldener Krawatte, seine zehnminütige freie Rede mit
einem Scherz. Als ich 1995 meine zweite NBA-Karriere startete, sagte ich: I am back.
Heute müßte ich eigentlich sagen: I am gone."
Doch schon bald wurde deutlich, daß sich der 35jährige seinen Rücktritt und die
Konsequenzen gut überlegt hatte. Es wäre meinen Teamkollegen und den Fans
gegenüber unfair, wenn ich nur noch mit halbem Herzen dabei bin. Der Zeitpunkt meines
Abschieds ist deshalb perfekt."
So perfekt, daß sogar Bill Clinton für einen Augenblick seine Lewinski-Affäre vergessen
durfte und als erster US-Präsident via Satellit einem scheidenden Sportler eine Träne
nachweinte: Meine Frau und ich sind große Anhänger von Ihnen. Wir möchten Ihnen
auf diesem Wege alles Gute wünschen."
Am Rande der Pressekonferenz wurde Jordan, der weiter in Chicago wohnen will, sowohl von
NBA-Commissioner David Stern als auch von Bulls-Eigentümer Jerry Reinsdorff gewürdigt.
Der Klubchef kämpfte mit den Tränen, als er das berühmte Trikot mit der Nummer 23 für
alle Zeiten vergeben erklärte: Ich hatte gehofft, daß dieser Tag niemals kommen
würde. Es ist ein trauriger Tag für die Chicago Bulls." Stern nannte Jordan erneut
den besten Spieler aller Zeiten.
Bis kurz vor der Pressekonferenz wurde Jordan bestürmt, sein good bye" noch
einmal zu überdenken. Im Chicagoer Nobelrestaurant Hudson Club hatten sein Agent David
Falk und sein Freund und Mannschaftskamerad Scottie Pippen versucht, das Unmögliche wahr
zu machen.
Phil Knight, Chef des Sponsors Nike, flog mit seinem Privatjet aus Oregon ein, sein Bitten
blieb genauso erfolglos wie der Kniefall von Stern, der seinen Goldesel" vor
laufender Kamera anflehte: Michael, bitte komme zurück."
Am Ende mußten sie alle erkennen, daß Jordans sehnlicher Drang nach Privatsphäre
absolute Priorität genießt, sein unglaubliches Potential nach sechs Meisterschaften,
fünf MVP-Titeln und zehn Spielzeiten als punktbester Werfer ausgeschöpft ist.
Wer verdient zuviel, wer zuwenig?
Kurios, aber für die Zustände im
nordamerikanischen Profibasketball bezeichnend: Ein allenfalls mittelmäßiger Spieler wie
Jim McIlvaine (im Bild links beim Zweikampf mit Miamis Tim Hardaway) verdient bei den
SuperSonics mehr Geld als sein Klubkamerad Detlef Schrempf. Der Deutsche ist
Leistungsträger, McIlvaine Mitläufer.
Oder Scottie Pippen. Sechs Championchip-Ringe hat sich Jordans Adjutant" in den
neunziger Jahren geholt. Zum Lohn" erhält er immerhin fast die Hälfte von
dem, was der dauerverletzte Danny Manning bei den Phoenix Suns abkassiert. Grund genug,
einmal die fünf größten Abzocker der letzten NBA-Saison vorzustellen:
| Name |
Verein |
Gehalt |
| Derrick Coleman |
New Jersey Nets |
$ 8,002,000 |
| Kevin Johnson |
Phoenix Suns |
$ 8,000,000 |
| Danny Manning |
Phoenix Suns |
$ 6,830,000 |
| Shawn Bradley |
Dallas Mavericks |
$ 5,940,000 |
| Jim McIlvaine |
Seattle SuperSonics |
$ 3,500,000 |
Im Vergleich dazu die fünf Spieler, die an ihrer Leistung gemessen als derzeit
unterbezahlteste NBA-Stars gelten müssen:
| Name |
Verein |
Gehalt |
| Karl Malone |
Utah Jazz |
$ 5,119,000 |
| Tim Hardaway |
Miami Heat |
$ 4,800,000 |
| Tim Duncan |
San Antonio Spurs |
$ 2,968,000 |
| Scottie Pippen |
Chicago Bulls |
$ 2,775,000 |
| Charles Barkley |
Houston Rockets |
$ 2,225,000 |
Die Vereine und ihre Gehälter
Superstar hin oder her. Das
Einkommen Michael Jordans ist schon astronomisch hoch und erscheint doch etwas
übertrieben. His Airness" verdient alleine mehr als 17 NBA-Teambesitzer an
ihre komplette Mannschaft auszahlen. Hier ein Überblick über die Gehaltszahlungen aller
Vereine:
Team |
Summe aller Gehälter |
Teuerster
Spieler |
Gehalt |
| Chicago Bulls |
$ 61,729,000 |
Michael Jordan |
$ 33,140,000 |
| New York Knicks |
$ 56,534,000 |
Patrick Ewing |
$ 20,500,000 |
| Orlando Magic |
$ 45,782,000 |
Horace Grant |
$ 14,285,000 |
| San Antonio Spurs |
$ 42,865,000 |
David Robinson |
$ 12,397,000 |
| Phoenix Suns |
$ 42,117,000 |
Kevin Johnson |
$ 8,000,000 |
| Washington Wizards |
$ 40,890,000 |
Juwan Howard |
$ 11,250,000 |
| Indiana Pacers |
$ 38,845,000 |
Reggie Miller |
$ 9,002,000 |
| Seattle SuperSonics |
$ 36,684,000 |
Gary Payton |
$ 10,514,000 |
| Los Angeles Lakers |
$ 36,590,000 |
Shaquille O`Neal |
$ 12,850,000 |
| Miami Heat |
$ 34,555,000 |
Alonzo Mourning |
$ 11,255,000 |
| Golden State Warriors |
$ 34,209,000 |
Jimmy Jackson |
$ 4,600,000 |
| New Jersey Nets |
$ 34,054,000 |
Kendall Gill |
$ 4,400,000 |
| Atlanta Hawks |
$ 32,116,000 |
Dikembe Mutombo |
$ 9,610,000 |
| Portland Trail Blazers |
$ 28,476,000 |
Brian Grant |
$ 5,000,000 |
| Utah Jazz |
$ 28,470,000 |
Karl Malone |
$ 5,119,000 |
| Philadelphia 76ers |
$ 28,456,000 |
Derrick Coleman |
$ 8,002,000 |
| Houston Rockets |
$ 27,988,000 |
Hakeem Olajuwon |
$ 11,158,000 |
| Cleveland Cavaliers |
$ 27,798,000 |
Shawn Kemp |
$ 7,700,000 |
| Charlotte Hornets |
$ 27,760,000 |
Vlade Divac |
$ 4,833,000 |
| Boston Celtics |
$ 27,369,000 |
Kenny Anderson |
$ 5,010,000 |
| Minnesota Timberwolves |
$ 27,277,000 |
Tom Gugliotta |
$ 5,500,000 |
| Detroit Pistons |
$ 27,140,000 |
Grant Hill |
$ 5,850,000 |
| Sacramento Kings |
$ 27,102,000 |
Otis Thorpe |
$ 5,700,000 |
| Dallas Mavericks |
$ 27,042,000 |
Shawn Bradley |
$ 5,940,000 |
| Denver Nuggets |
$ 25,859,000 |
Bryant Stith |
$ 4,033,000 |
| Vancouver Grizzlies |
$ 25,473,000 |
Bobby Hurley |
$ 3,552,000 |
| Toronto Raptors |
$ 25,272,000 |
Dee Brown |
$ 3,500,000 |
| Milwaukee Bucks |
$ 24,939,000 |
Glenn Robinson |
$ 5,510,000 |
| Los Angeles Clippers |
$ 24,057,000 |
Stojko Vrankovic |
$ 3,580,000 |
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