| Dornbirn
Lions - Feldkirch Baskets |
|
Derby-Krimi
an die Lions!
Was für ein Match! Mit diesen Worten könnte man das
erste Vorarlberger Basketball-Derby in der Bundesliga
bezeichnen. Obwohl die Dornbirn Lions die Partie glücklich
mit 68:67 für sich entscheiden konnten, boten die
ersatzgeschwächten Feldkirch Baskets gegen den hohen
Favoriten aus der Messestadt eine eindrucksvolle
Leistung. Die
600 Zuschauern in der ausverkaufte HS
Haselstuden-Halle erlebten ein spannendes Spiel mit
einem sehr knappen Ende.
Der
Beginn des Spieles war ein offener Schlagabtausch
beider Teams, wobei die Lions kurz vor der ersten
Viertelpause mit 23:18 in Führung gehen konnten. Das
zweite Viertel war wieder das rabenschwarze Viertel
der Baskets. Die Spieler kämpften, doch der Ball fand
einfach den Weg in den Korb nicht. So war es auch
nicht verwunderlich, dass die Messestädter bis zur
Halbzeitpause auf 45:26 davonzogen.
Als
die Dornbirner Mitte des dritten Viertels bereits mit
25 Punkten in Vorsprung waren, schrieben viele die
Feldkircher schon ab. Doch die von Coach Nedzad Cehic
optimal eingestellte Baskets-Mannschaft kämpfte sich
Punkt um Punkt zurück ins Spiel und ging mit einem 15
Punkte Rückstand in das letzte Viertel.
Von ihren Fans lautstark angefeuert spielten
die Feldkirch Baskets die Lions im letzten Viertel
quasi an die Wand. Dass, was fast keiner mehr für möglich
gehalten hatte wurde Realität. Eine halbe Minute vor
dem Ende gingen die Baskets durch einen Steal und
Lay-up von Josip Cokara mit 66:67 in Führung. Im
Gegenstoß wurde der amerikanische Spieler-Trainer der
Dornbirner gefoult. Die daraus resultierenden zwei
Freiwürfe konnte Justin Jones sicher zum 68:67
verwerten. Die letzten 11 Sekunden gehörten wieder
den Baskets. Bünyamin Taskapan zog an der
gegnerischen Baseline zum Korb, wollte werfen, wurde
aber durch eine gegnerische Hand am Arm getroffen, was
der Unparteiische aber nicht ahndete...
Die
ersatzgeschwächten Baskets – Admir Gazic und Marc
Pluch verletzt, US-Amerikaner Arlando Benntet flog
vergangenen Freitag heim und der neue Spieler der
Baskets, Damir Uremovic, war noch nicht
spielberechtigt – die ohne Profis antraten, gaben
gegen die Lions, die mit zwei Amerikanern „bestückt“
sind, eine glanzvolle Leistung ab. Besonders
hervorzuheben ist die Leistung von Branko Jovanovic,
der lediglich 6 Punkte des besten Dornbirner Spielers,
Jeremy Piggott zuließ.
Erwähnenswert war auch, dass das 16-jährige
Feldkircher Nachwuchstalent Markus Büchele zu seinem
ersten Einsatz als Starter in der Bundesliga gekommen
ist und eine beachtliche Leistung bot.
Werfer
beider Teams:
Feldkirch:
Cokara 22, Eric 16, Jovanovic 16, Taskapan 9, Büchele
3, Pichler 1
Dornbirn:
Jones 29, Bautista 10, Janes 8, Gündogdu 7, Piggott
6, Katzenmayer 6, Bolter 2
U22-Mannschaft
siegreich
Weiter
auf der Erfolgsstrasse ist die U22-Mannschaft der
Feldkirch Baskets. Die ebenfalls ersatzgeschwächte
Baskets- Nachwuchsmannschaft um Coach Tomo Bilic,
gewann gegen die Dornbirner Lions mit 55:59 (25:32).
Die Feldkircher Werfer waren: Koch 18, Büchele 13,
Savic 10, Kohler 9, Kühny 6 und Piffel 2 Punkte.

Baskets
die moralischen Sieger...
Wer hätte
das gedacht?? „Die bisherigen Saisonleistungen
sprechen eine eindeutige Sprache. Mehr als ein
deutlicher Sieg der Lions wäre eine Überraschung.“
So war im Vorfeld des ersten Ländlederbys die
einhellige Meinung.
Nicht
nur, dass die Baskets 4 Spieler vorgeben mussten, so
traten sie auch zum ersten Mal in dieser Saison ohne
Profi an. Markus Büchele (16 Jahre) wurde zum
Starter. Die Lions aus Dornbirn hingegen konnten auf
den kompletten Kader zurückgreifen, hatten einen
erfolgreichen Saisonstart hinter sich und 2 großaufspielende
US-Profis in ihren Reihen. Dies war die
Ausgangssituation zum ersten Ländlederby in der
Basketballbundesliga.
Bereits
im U22 Spiel zeigten die jungen Baskets, dass mit
Ihnen heute durchaus zu rechnen ist. Ohne Taskapan,
Rosenberger und Cokara erkämpften die jungen
Cracks einen vielumjubelten Sieg.
In
dieser Tonart sollte es auch weitergehen. Die Baskets
hielten lange Zeit das Spiel offen ehe es im 2.
Viertel zum großen Absturz kam. Halbzeitstand: 45:26.
Als dann der Vorsprung der Lions 25 Punkte betrug,
hatten viele die Baskets bereits abgeschrieben. Nicht
so die Spieler um Coach Cehic. Sie kämpften sich wie
die „Löwen“ Punkt um Punkt heran und gingen 1
Minute vor Ende der Partie sogar mit 1 Punkt in Führung.
Aber der überragend spielende US-Spielertrainer
Justin Jones verwertete 2 Freiwürfe zur abermaligen Führung
der Lions. Beim letzten Angriff der Baskets wurde
Taskapan beim Korbleger von einer gegnerischen Hand am
Arm getroffen, aber leider blieb der Pfiff des
Unparteiischen aus, und die Lions feierten einen glücklichen
Sieg.
Die
von Coach Cehic hervorragend eingestellte Mannschaft
der Baskets zeigte sicherlich ihre beste
Saisonleistung. Besonders hervorheben möchte ich die
Defense Leistung von Branko Jovanovic, der den in
dieser Saison besten Lions Scorer Jeremy Pigott
„kaltstellte“ und nur 6 Punkte zuließ. Weiters
kann ich mich bei allen Spielern nur für ihren
totalen Einsatz bedanken! Dieses Spiel war sicherlich
eine Werbung für den Basketballsport!
Baskets-Präsident,
Michael Sturm
|